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CVT meets Eurovision Song Contest

  • Autorenbild: Karin Bachner
    Karin Bachner
  • 11. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Mai

Was Spitzenstimmen von moderner Gesangstechnik lernen können




Mit dem Sieg von JJ beim Eurovision Song Contest 2025 rückte Österreich einmal mehr in den Mittelpunkt der internationalen Musikszene. Hinter großen Stimmen stehen dabei nicht nur Talent, Persönlichkeit und Bühnenpräsenz – sondern oft auch exzellentes Vocal Coaching.

Eine im Umfeld des ESC bekannte Expertin ist Monika Ballwein. Sie coachte unter anderem Conchita Wurst auf dem Weg zum legendären ESC-Sieg 2014 und stand selbst bereits als Backgroundsängerin auf der Eurovision-Bühne. Darüber hinaus begleitete sie zahlreiche österreichische Künstler:innen stimmlich auf höchstem Niveau.

Was braucht es für eine Stimme, die auf einer Bühne wie dem ESC bestehen kann? Kontrolle unter Druck. Stilistische Vielseitigkeit. Belastbarkeit. Ausdruck. Präzision.

Genau hier setzt die Complete Vocal  Technique (CVT) an. CVT bietet Sänger:innen konkrete Werkzeuge, um Klang bewusst zu gestalten, gesunde Technik auch unter hoher Belastung zu sichern und stimmliche Möglichkeiten gezielt zu erweitern – unabhängig vom Genre.

Gerade in Formaten wie dem Eurovision Song Contest zeigt sich:

Große Performance beginnt mit fundierter Technik.

Und Technik ist dann am stärksten, wenn sie künstlerische Freiheit ermöglicht. Hier wird die Complete Vocal Technique zum idealen Verbindungsstück zwischen Kunst und Handwerk:

Wenn Technik nicht hörbar ist – aber alles möglich macht.


Conchita Wurst mit CVT Vocal Coach Monika Ballwein


Damit auch du ESC-kompatibel die Bühne rocken kannst, haben wir Monika Ballwein, die seit vielen Jahren Teil des CVT Austria Teams ist, um ein paar Tipps, Tricks & Erfahrungen gebeten:


Liebe Monika, was braucht es, um auf der ESC-Bühne zu bestehen?

„Für mich ist der Eurovision Song Contest stimmlich wie mental echtes Olympia. Alles, was man vorbereitet, geübt und aufgebaut hat, muss in drei Minuten punktgenau abrufbar sein – und zwar in Perfektion mit Emotion. Genau darin liegt die Kunst.

Dafür braucht es nicht nur eine starke Stimme, sondern auch Ausdauer, gute Stimmführung, körperliche Fitness, mentale Stärke und viel Selfcare. Man muss wissen: Wie reagiert mein Körper unter Belastung? Wie gehe ich mit Lampenfieber um? Was passiert mit meiner Stimme, wenn ich gleichzeitig tanze, mich bewege und unter höchstem Druck performen muss? All das gehört vorbereitet.“


Wie kann CVT dabei unterstützen?

„Was ich an der Complete Vocal Technique besonders schätze: Wir haben sehr konkrete und effektive Tools, die oft erstaunlich schnell wirken. Gerade Elemente wie Support und Twang können in kurzer Zeit viel verändern – nicht nur klanglich, sondern auch im Gefühl von Sicherheit.

Wenn Sänger:innen spüren: ‚Meine Stimme funktioniert. Ich kann mich auf sie verlassen.‘ Dann wächst auch das Selbstvertrauen enorm. Genau das ist auf einer Bühne wie dem ESC entscheidend.“


Was ist dir im Coaching am wichtigsten?

„Im Coaching geht es für mich immer darum, die Stärken eines Menschen zu erkennen und zu stärken. Ich schaue: Was funktioniert bereits außergewöhnlich gut? Worauf kann sich jemand verlassen? Von dort aus bauen wir weiter.

Das ist immer ein ganzheitlicher Prozess – körperlich, stimmlich und mental. Denn beim ESC ist alles größer: die Halle, die Bühne, die Technik, die Reize, die Erwartung. Umso wichtiger ist es, den eigenen sicheren Kern zu kennen und jederzeit abrufen zu können.“


Was waren deine schönsten Momente – als Sängerin und als Vocal Coach – beim ESC?

„Meine schönsten Momente beim Eurovision Song Contest sind eigentlich all die Momente, die ich dort erleben durfte – auf und hinter der Bühne. Mein erster Auftritt in Dublin mit Bettina Soriat war natürlich etwas ganz Besonderes. Ebenso unvergesslich war Jerusalem – nicht nur die Show selbst, sondern auch alles rundherum: die Begegnungen, das gemeinsame Musizieren, das Kennenlernen so vieler Künstler:innen aus unterschiedlichsten Ländern. Damals war noch mehr Zeit für echten Austausch – man hat sich getroffen, miteinander gejammt, sich gegenseitig unterstützt und wirklich verbunden. Diese besondere Energie war einzigartig.


Auch als Coach sind diese Momente unglaublich erfüllend. Künstler:innen auf ihrem Weg zu begleiten, ihren Entwicklungsprozess mitzuerleben und zu sehen, wie etwas gelingt – wie etwa bei Conchita Wurst, JJ oder Kaileen – ist etwas, das mich tief berührt und immer wieder neu inspiriert. Zu sehen, wie Stimmen wachsen, wie Selbstvertrauen entsteht und wie Menschen auf einer der größten Bühnen der Welt über sich hinauswachsen, ist auch für mich als Coach jedes Mal ein bewegender Moment.


Und obwohl ich in meinem Leben viele große Shows im Fernsehen und live erlebt habe, muss ich sagen: Der ESC ist noch einmal eine ganz eigene Dimension. Es ist die größte Show, der größte Aufwand, das größte Happening – in jeder Hinsicht. Ich bin darüber bis heute immer wieder aufs Neue erstaunt.


Natürlich hat sich vieles verändert: Es ist schneller, größer, bunter und intensiver geworden. Der Druck ist enorm, besonders für junge Künstler:innen. Man muss heute viel mehr aushalten und in kürzester Zeit auf höchstem Niveau bestehen. Gleichzeitig entstehen genau daraus oft diese ganz besonderen, großartigen Momente – und sie machen den ESC bis heute so faszinierend.“


Danke liebe Monika für das schöne Interview und viel Erfolg beim diesjährigen ESC!



 

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